The Work – Ein Beispiel

Praktische Anleitung für The Work

 
 
Wie ich meinen stressigen Gedanken mit The Work verändern kann!

The Work – Deine konkreten Schritte:
 
1. Deine Situation
2. Dein Gedanke
3. Die vier Fragen
4. Die Umkehrungen Deines Gedankens mit Deinen Beispielen
Frieden trotz Stress oder Krise

Deine stressauslösende Situation

Suche Dir eine ganz konkrete Situation, in der Du beispielsweise von jemandem nicht die Anerkennung, Aufmerksamkeit oder Wertschätzung erhalten hast, die Du Dir eigentlich wünscht. Als er/sie etwas getan, gesagt oder nicht getan oder gesagt hat, was Dich schmerzt. Manchmal taucht das schon auf, wenn sich jemand nicht ausreichend für etwas bedankt … Wann war das, wo warst Du und er/sie genau?

Dein stressauslösender Gedanke in der Situation

In dieser o.g. Situation hast Du den Gedanken „Er/Sie wertschätzt mich nicht! Das könnte zumindest Deine Schlussfolgerung aus seinem/ihrem Verhalten sein.

Die Vier Fragen

Begib Dich innerlich in Deine konkrete Situation und beantworte jetzt die Fragen:
 
 
1. „Er/Sie wertschätzt mich nicht!“– Ist das wahr? (Hier geht es um ein einfaches, ehrliches JA oder NEIN. Bei NEIN, gehen wir zu Frage 3 weiter).
 
2. „Er/Sie wertschätzt mich nicht!“– Kann ich mit absoluter Sicherheit wissen, dass das wahr ist? Hier geht es auch um ein einfaches, ehrliches JA oder NEIN.
 
3. In der Situation und mit dem Gedanken „Er/Sie wertschätzt mich nicht!“: Wie reagiere ich und was passiert, wenn ich diesen Gedanken glaube?
Beispiele:
• Ich werde wütend, traurig …
• Wende mich ab oder greife an …
• Erinnere mich an letzte Woche, da hat er/sie auch schon so reagiert …
• Stelle die Beziehung in Frage …
• Sehe Konflikte in der nahen/fernen Zukunft auf mich/uns zukommen …
• Fühle mich klein, als Opfer und sehe ihn/sie als Täter an
• Bin nicht in der Lage, meine gute Laune zu behalten, konzentriert weiter zu arbeiten, freundlich und mit offenem Herzen nachzufragen etc.
• Ergänze die Liste jetzt gerne konkret mit Deinen Beispielen.
 
4. In der gleichen Situation: Wer wäre ich ohne den Gedanken?
• Ich bin ruhig, entspannt und komme zu mir.
• Ich bin gelassener als mit dem Gedanken, mitfühlender mit mir und ihm/ihr.
• Ich erkenne, dass sein/ihr Verhalten nichts mit mir zu tun haben muss.
• Ich bin in der Lage, mich anders zu verhalten.

Dein Gedanke und mögliche Umkehrungen

Begib Dich innerlich wieder in Deine konkrete Situation und versuche die Umkehrungen.  Der Stress verursachende Gedanke wird so umgekehrt, dass er sich zunächst
 
1. auf Dich selbst bezieht: „Ich wertschätze mich nicht.“
Warum kann diese Umkehrung in dieser Situation auch wahr sein?
Finde mindestens drei authentische Beispiele, warum diese Umkehrung auch wahr sein könnte.
Hier einige Ideen, die auf Dich zutreffen könnten. Ersetze oder ergänze gerne mit Deinen eigenen Beispielen.
• Wenn ich glaube, dass er/sie es nicht tut, betrachte ich mich in diesem Moment  ja selber als nicht beachtenswert.
• Ich richte mein Selbstwertgefühl auf einen anderen Menschen aus und mache mich abhängig von seiner Anerkennung.
• Suche ein eigenes Beispiel, wann und wie Du Dich selbst nicht wertgeschätzt hast.
 
2. Umkehrung zum Anderen: „Ich wertschätze ihn nicht“
• z.B. wenn ich glaube, dass sein/ihr Verhalten gegen mich gerichtet ist, unterstelle ich ihm/ihr vielleicht etwas, was gar nicht wahr ist.
• Wenn ich will, dass er/sie meinen Erwartungen entspricht ohne nachzuforschen, was ihn/sie in diesem Moment eigentlich bewegt, sich so zu verhalten.
• Heute morgen hat er/sie mir einen Gefallen getan und ich habe das als selbstverständlich genommen.
 
3. Umkehrung ins Gegenteil: „Er/Sie wertschätzt mich“.
• Wenn ich ganz genau in die Situation gehe, erinnere ich mich, dass er/sie ganz kurz gelächelt hat.
• Er/Sie hat einfach gerade ein anderes Thema im Kopf, das hat aber nichts mit mangelnder Wertschätzung mir gegenüber zu tun.
• Suche ein eigenes Beispiel