Wie funktioniert The Work?

Neue neuronale Verbindungen durch The Work of Byron Katie

Wie funktioniert The Work 1
 
 
Es gibt mehrere Faktoren, warum The Work funktioniert. Hier einige Aspekte, die dazu beitragen
  • wie The Work funktioniert
  • was wir machen, damit The Work funktioniert
  • wie The Work nicht funktioniert – Herausforderungen und Stolperfallen

Wie funktioniert The Work

Neue neuronale Verbindungen schaffen
 
Wir machen Erfahrungen, die uns helfen, uns in unserer Welt zurecht zu finden: z.B., dass eine rot leuchtende Herdplatte heiß und gefährlich ist. Oder aber auch, dass eine „freche“ Frage in der Schule oder dem Elternhaus bestraft wird. Entsprechend nehmen wir neue Situationen wahr und verhalten uns sehr oft entsprechend. So manifestieren sich Überzeugungen wie Datenautobahnen als neuronale Verbindungen im Gehirn. Wir wiederholen alte Erfahrungen und diese scheinen unsere Glaubenssätze zu bestätigen, ein ewiger Kreislauf. Mit The Work durchbrechen wir diese alten neuronalen Verbindungen, setzen weitere gleich- oder hilfreichere neue Gedanken daneben und ermöglichen uns somit neue Erfahrungen. So können die alten Muster „überschrieben“ werden und neue entstehen. Der ursprüngliche stresserzeugende Gedanke kann einfach nicht mehr geglaubt werden.
 
 
Die finale Zeitstruktur durchbrechen
 
Mit The Work gehen wir in der dritten Frage in vergangene Situationen (schmerzhafte Erinnerungen) oder zukünftige Bilder (limitierende Befürchtungen).  Wir durchleben sie mental und emotional und erfahren, wie sich die eigene Wahrnehmung und Bewertung in der vierten Frage und in den Umkehrungen verändert. So heilen alte Wunden und Zukunftsängste verschwinden. Aus dem JETZT heraus können wir mit The Work die Zeit überschreiten. Nach einer Work über eine Situation in der Vergangenheit ändert sich das Bild so sehr, dass wir die alte Geschichte darüber oft nicht mehr glauben können. Das hat tiefe Auswirkungen auf unsere Beziehungen, sei es in der Familie, mit Freunden oder im beruflichen Kontext.
 
 
Zwiebelhäuten
 
Manche Gedanken sind so tief und so oft wiederholt (neuronale Verbindungen), dass sie ziemlich penetrant immer und immer wieder in verschiedenstem Kontext auftauchen. Z.B. „Ich bin nicht gut genug“. Jede Work über diesen Gedanken löst eine Schicht nach und nach wie beim Zwiebelhäuten ab. Schließlich taucht der Gedanke zwar noch auf, wir können ihn sehen, sind aber nicht mehr in der Lage ihn wirklich zu glauben.

Was wir machen, damit The Work funktioniert

Gedanken einladen statt zu verdrängen
 
Es nutzt nichts, die Tausende von Gedanken nicht haben zu wollen. Wir haben sie. Und es macht Sinn, das, was sowieso schon da ist, willkommen zu heißen. Alles andere bedeutet großer Energieverlust. Die einzige Freiheit, die wir haben, ist, einen Gedanken über eine Person, Situation, die Welt oder mich zu glauben oder eben auch nicht. Um das herauszufinden, laden wir den Gedanken bewusst ein: Wir erfahren, wie es sich anfühlt und was es bedeutet, wenn wir den Gedanken glauben, und wie frei wir werden, wenn wir ihn nicht glauben.
 
 
Anhalten der Gedanken
  • Indem wir einen einzigen Gedanken isolieren,
  • ihn in Verbindung mit einer Millisekunde einer konkreten Situation bringen
  • und ihn aufs Papier schreiben,
  • wird der Verstand beruhigt und erhält eine konkrete Aufgabe.
Den Verstand einladen und nicht bekämpfen
 
Der Verstand gehört zu uns. Unsere mentale Struktur können wir nicht ablegen und sie ist äußerst hilfreich im Bewältigen der beruflichen und privaten Herausforderungen. Allerdings sind wir häufig nur im Verstand unterwegs und haben den Kontakt zu unseren Gefühlen verloren. Wir sind kopfgesteuert und wundern uns über Krankheit oder seelische Probleme, die der Verstand weder erklären noch bewältigen oder lösen kann. Durch The Work wird der Verstand mit ins Boot geholt, denn er will und wollte uns immer nur helfen. Der Verstand kann erkennen, dass es schmerzhaft ist, etwas Stressiges zu glauben und Entspannung bringt, es nicht zu tun. Außerdem erkennt er in den Fragen 1 und 2, wie absurd es ist, wenn wir einen Gedanken glauben, den wir nicht einmal wirklich für wahr halten.
 
 
Vom Allgemeinen ins Konkrete
Allgemeine Konzepte sind schwer zu fassen. Mit The Work lösen wir uns vom Abstrakten und untersuchen, wann, wo und wie eine allgemeine Überzeugung (z.B. „Geld muss verdient werden“) ganz konkret in unserem Leben aufgetaucht ist. So können wir erfahren, welche Auswirkungen in dieser konkreten Situation so ein Gedankenkonzept auf unser Empfinden und Verhalten hat. Wir erleben, welche neuen Perspektiven sich ganz konkret ohne diesen Gedanken ergeben können. So machen wir neue Erfahrungen, die es uns schwermachen, den alten Gedanken zu glauben.
 
 
Training für den Verstand
 
The Work ist gut für Menschen geeignet, die sich überwiegend vom Verstand leiten lassen. Wir stellen dem Verstand neue Erfahrungsmöglichkeiten vor. Spielerisch geht er in das Erforschen der Wirkung eines Gedankens, wird zum Beobachter der eigenen Emotionen und zugrunde liegender Konzepte. Spielerisch erfährt der Verstand beobachtend in Frage 4, welche Möglichkeiten ohne den stresserzeugenden Gedanken plötzlich auftauchen können. Immer und immer wieder wird er Zeuge eines veränderten Wahrnehmungsmodus. Das überzeugt ihn nach und nach. In den Umkehrungen wird der Verstand wie in einer Gehirnjogging-Übung eingeladen, die anderen Perspektiven zu erproben. In einer Art Reframing kann er sich überzeugen, dass die alternativen Gedanken wesentlich mehr Wahrheit enthalten als der ursprüngliche.
 
 

Wie funktioniert The Work nicht - Herausforderungen und Stolperfallen

  • Wenn wir nachdenken und nach der „richtigen“ Antwort suchen, wiederholen und verstärken wir nur die schon bestehenden neuronalen Verbindungen.
  • Wenn wir, wie in der Schule, dem Coach oder uns selbst zu gefallen suchen, anstatt zu beobachten, was sich verändert. Dann sind wir beim Anderen und nicht bei uns.
  • Wenn wir schnell antworten ohne inne zu halten, können wir nichts Neues entdecken und kein feines Gespür für die Authentizität und Wahrheit unserer Antworten entwickeln.
  • Wenn wir zwar den einen stressigen Gedanken in Frage stellen, aber gleichzeitig  anderen auftauchenden stressigen Gedanken folgen, wird der Verstand verwirrt, und der eine Gedanke kann nicht verändert werden.
Wie funktioniert The Work
Wenn wir in ein Denken über Gut und Böse rutschen, uns selbst für unsere „schlechten Gedanken“ bewerten und sie deshalb nicht neugierig erforschen können, haben wir die Natur der Gedanken nicht erkannt. Gedanken sind Gedanken und einfach da. Wir können nichts dafür. Die einzige Freiheit besteht darin zu erfahren, was mit uns passiert, wenn wir Gedanken glauben oder eben auch nicht glauben.